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Ortmann in Dubai auf dem Podest

Traditionell startet die Motorsportsaison für den 20 jährigen Blumberger nun schon zum dritten mal in Folge mit dem 24 Stunden Langstreckenklassiker in der Wüste von Dubai. In den letzten beiden Rennen verpasste Ortmann jeweils nur knapp die Podestränge, in diesem Jahr hat es nun endlich geklappt. Anders als in den beiden Jahren zuvor, startete Ortmann für das Team von CarCollection Motorsport. Das in der Nähe von Wiesbaden beheimatete Team setzte in diesem Jahr einen Audi R8 LMS Evo ein. Diesen kennt Ortmann nun schon seit mehreren Jahren aus dem ADAC GT Masters. Auch seine beiden Fahrerkollegen Markus Winkelhock und Christopher Haase fuhren bereits mit ihm in den beiden abgelaufenen Saisons zusammen im Team von Mücke Motorsport. Also hatten alle drei Piloten, welche durch den Niederländer Rik Breukers und dem Deutschen Dimitri Parhofer komplettiert worden, die besten Aussichten für ein Top Ergebnis bei der 15. Auflage des 24h Rennen im Wüstenstaat. Die Erwartungen waren natürlich hoch gesteckt, schließlich konnte man im letzten Jahr den Gesamtsieg für CarCollection Motorsport für sich verbuchen.

ortmann24hDubai 1Die ersten Testfahrten und Freien Trainings begannen bereits schon am Mittwoch, die finale Qualifikation für die Startreihenfolge für das Rennen wurde am Donnerstag herausgefahren. Mit dem 9. Startplatz waren Ortmann und seine Fahrerkollegen natürlich weniger glücklich, doch ist bei einem Rennen, welches über 24 Stunden geht dieser jetzt nicht so entscheidend. Pünktlich am Freitag um 15.00 Uhr ging die Ampel auf Grün und über 70 Autos machten sich im DUBAI Autodrome auf die Reise. Das wichtigste in einem 24 Stunden Rennen ist, dass Du keine Fehler machst, nicht in Unfälle verwickelt wirst, keine Strafen bekommst und kontinuierlich schnelle Runden fährst. Dann sollte einer Top Platzierung nichts im Wege stehen, so Ortmann am Samstag Abend nach der Siegerehrung.

Doch was wir dieses Jahr hier in Dubai erlebt haben, damit hätte wohl keiner hier von den anwesenden Teams und Fahrern gerechnet. Ortmann lieferte einen fehlerfreien Stint von fast zwei Stunden am Abend, bevor er dann das Auto an Markus Winkelhock übergab. Bereits in der Zeit wo ich im Auto saß musste ich zu einem ungeplanten Boxenstop da es geregnet hat. Ich bin noch nie in Dubai auf diesem Asphalt gefahren wenn dieser nass war, wir hatten extreme Traktionsprobleme, konnten aber das Auto stehts auf der Strecke halten. In Dubai regnet es statistisch gesehen 3 - 5 Tage im Jahr. Selbst wenn hier ein paar Tropfen fallen, ist dies aufgrund der hohen Asphalttemperaturen kaum zu merken. Doch an diesem Tag fielen ca. 60 - 80 Liter auf den Quadratmeter, was für Dubai völlig untypisch ist.Zwischen der 6. und 7. Stunde des Rennen wurde die Situation immer dramatischer und die Rennleitung entschied sich das Rennen mit der roten Flagge zunächst zu unterbrechen und sämtliche Fahrzeuge wurden auf der Start / Ziel Geraden abgestellt. Der Regen wollte nicht aufhören und die komplette Strecke sowie das Fahrerlager waren zwischenzeitlich komplett überflutet. Die Rennstrecke in Dubai wurde damals leider ohne entsprechende Drainage bzw. Entwässerung gebaut. Somit bestand aus Sicht der Rennleitung dann keine Möglichkeit mehr, dass Rennen fortzusetzen. Nach exakt 7 Stunden und 17 Minuten wurde der Audi, zum Zeitpunkt des Rennabbruches auf Platz 2 liegend, dann auch so in der Endwertung aufs Podium befördert.

Ortmann sein Fazit nach einem chaotischen Rennen in Dubai, ... du rechnest mit allem aber bestimmt nicht damit, dass in der Wüste ein Rennen wegen Regens abgebrochen wird, schmunzelte der Youngstar kurz vor seinem Abflug nach Deutschland. Wir waren über die absolvierte Fahrzeit super unterwegs und konnten uns relativ schnell von Platz 9 auf Platz 2 nach vorne kämpfen. Klar bist Du enttäuscht, wenn das Rennen wegen solcher Umstände nicht zu Ende gefahren wird. Aber ich denke wir haben unsere Klasse unter Beweis gestellt und mit dem zweiten Platz gezeigt, dass wir auch über die volle Distanz absolut siegfähig waren.

Für Mike David Ortmann starten nun die Vorbereitungen auf seine vierte Saison im GT Masters, wo es in Kürze viel Neues zu berichten gibt.

PM